Das Jahr 2011
Darf ich vorstellen: Ich heiße Rosalie, 25 Jahre jung, schreibe gerade an meiner Magisterarbeit mal mehr mal weniger erfolgreich und wohne in München. Ich muss sagen, eine der schönsten Städte in Bayern. Und ich möchte erzählen, wie es mir in der Liebe und in sonstigen diversen Abenteuern und Herausforderungen, die sich einem im Großstadtdschungel stellen, ergeht.
Wir haben heute den 29.12.2011 und das Jahr ist bald zu Ende. Genauer gesagt in 2 Tagen. Ich muss sagen, dieses Jahr gehört definitiv nicht zu meinen besten Jahren, da es gespickt ist mit Erlebnissen, die mich nicht lächeln lassen, sondern vielmehr einen verbitterten, ja schon fast zornigen Ausdruck in mein Gesicht bringen. Zornig zum einen auf mich selbst und zum anderen auf einen Menschen, der mir sehr viel bedeutet, der mich aber auch sehr verletzt hat. Bei diesem Menschen handelt es sich um meinen Exfreund, der nach 3 (!!!) Jahren aus der Versenkung aufgetaucht ist und sich aus mir immer noch unerfindlichen Gründen bei mir nach so langer Zeit wieder gemeldet hat. Ich bin darauf eingegangen, wobei ich mittlerweile denke, dass ich einen weitaus angenehmeren Sommer und eine glücklichere zweite Jahreshälfte erleben hätte können, wenn ich micht nicht erneut auf ihn eingelassen hätte. Ich bin zu ihm gefahren und das war eigentlich der Anfang einer ungeheuerlichen Tortur für meine Seele. Ich war bei ihm und konnte es kaum fassen, wieder in seinen Armen zu liegen und glücklich zu sein. Nur leider war dieses Glück nur von sehr kurzer Dauer, denn er weiß nicht, was er will. Nach unzähligen Kurzmitteilungen, E-Mails und Chat-Unterhaltungen, die sich zu einem sehr großen Teil um diesen emotionalen Zustand zwischen uns drehten, habe ich es heute geschafft (oder ich hoffe es zumindest, geschafft zu haben), diese Phase abzuhaken.
Ich habe ihm gesagt, dass er mit seinem Verhalten sehr viele Leute und auch mich vor den Kopf stößt und verletzt. Er soll aufhören, sich in seinem Selbstmitleid zu suhlen und vor allen Dingen davonzulaufen. Es ist nun mal so, dass das Leben aus gewissen Höhen und Tiefen besteht, die man genießen kann oder denen man sich stellen muss. Er hat darauf nur geantwortet, dass er momentan einfach nicht weiß, was er will. Aber was soll ich dazu sagen? Ich kann ihm bei seiner Entscheidung nicht helfen. Ich habe lediglich gesagt, dass er sich klar werden soll, was er will. Und selbstverständlich habe ich die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass er sich doch noch für mich und für eine Beziehung mit mir entscheidet, auch wenn diese Hoffnung wahrscheinlich nur einen sehr, sehr kleinen und empfindlichen Funken darstellt, der sogleich wieder zu erlöschen droht. Aber wer weiß, vielleicht haben wir ja doch noch eine Chance... Ich nehme mir jedenfalls für das neue Jahr 2012 vor, dass ich keine Zeit mehr für ihn verschwende! Er ist es definitiv nicht wert. Andere Mütter haben auch schöne Söhne lautet da die Devise. Wir werden sehen, was der morgige Tag bringt. Er kann nur besser werden. Gute Nacht Bayern, Gute Nacht Deutschland, Gute Nacht Welt!